Unterstützte Kommunikation (UK) ist ein sprachtherapeutisches Arbeitsfeld, das sich mit alternativen und ergänzenden Kommunikationsmöglichkeiten neben der Lautsprache befasst. Dabei werden einerseits körpereigene Kommunikationsmittel wie z.B. Mimik, Gestik und Gebärden genutzt. Andererseits werden nichtkörpereigene Mittel wie z.B. Fotos, graphische Symbole und elektronische Hilfsmittel (Talker) verwendet. UK wird zum Beispiel dann eingesetzt, wenn Menschen aufgrund einer Behinderung über keine oder nur sehr eingeschränkte Sprechfähigkeit verfügen und ihre Anliegen lautsprachlich nicht angemessen äußern können. Daneben können diese Maßnahmen auch eine ergänzende Funktion unterstützend und begleitend zur Lautsprache einnehmen, z.B. bei Personen mit sehr schwer verständlicher Sprache oder bei Kindern mit erheblich verzögerter Sprachentwicklung. UK kann sowohl bei frühen Beeinträchtigungen im Kindesalter als auch bei spät erworbenen Schädigungen im Rahmen neurologischer Krankheitsbilder Anwendung finden. « zurück zur Übersicht